Manfred Becker-Huberti hielt einen kurzweiligen Vortrag in Xanten (Foto: Bischu00f6fliche Pressestelle / Christian Breuer)

Xanten. Verborgenes Wissen entschlüsseln, nicht nur an der Oberfläche kratzen ­– das ist die Passion von Professor Manfred Becker-Huberti. Der promovierte Theologe, der bis 2006 Pressesprecher des Erzbistums Köln war, sprach am 8. Dezember im Xantener Stiftsmuseum zum Thema „Äpfel, Nüss‘ und Mandelkern – Wie die Weihnacht in die Familien kam“. Die Zuhörer lernten in dem kurzweiligen Vortrag viele spannende Details über kirchliche Feste kennen.

Denn Becker-Huberti referierte nicht nur über heutige Weihnachtsbräuche, er nahm das Publikum vielmehr mit auf eine Zeitreise, die bis zu den Anfängen des Weihnachtsfestes im 3. Jahrhundert reichte. Dabei streute er immer wieder Details und schmunzelnd vorgetragene Anekdoten ein. So erzählte er, wie sich im Lauf der Jahrhunderte, von Rom ausgehend, die Krippe entwickelte. Und erklärte, dass der heute fest mit Weihnachten verbundene Tannenbaum erst im Laufe des 19. Jahrhunderts bei den katholischen Christen Einzug hielt. „Weihnachten war ursprünglich ein Fest, das in der Kirche gefeiert wurde, aber nicht zuhause“, sagte Becker-Huberti. „Weihnachten gilt oft als ein Fest, das schon immer so gefeiert wurde, wie es heute ist. Aber die Dinge wachsen und entwickeln sich.“

Dabei würden heute noch viele Bräuche tradiert, deren Ursprung und Bedeutung aber nicht mehr klar seien. „Unsere Vorfahren haben das in Symbolen verborgen, denn das Wichtige liegt nicht einfach an der Oberfläche, danach muss man graben“, sagte Becker-Huberti. Wer den Vortrag im Xantener Stiftsmuseum verpasst hat, kann einige der interessanten Geschichten des Theologen auf dessen Homepage nachlesen, die unter der Adresse www.becker-huberti.de zu finden ist.

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