Der stellv. CDU Stadtverbandsvorsitzende Klaus Wittmann (Foto: privat)

Rheinberg. Das Handwerk und damit den Mittelstand zu stärken ist ein wichtiges Anliegen für die CDU. Aus diesem Grund freuen sich die Christdemokraten des Stadtverbandes Rheinberg, dass auf dem Bundesparteitag der CDU mit dem Antrag zum Thema Stärkung des Meisterbriefes, ein sehr wichtiger Beschluss für die Zukunft des Handwerks getroffen wurde.  

Zu den Delegierten des Bundesparteitages gehörten auch zwei Rheinbergerinnen. Die CDU Landtagsabgeordnete Marie-Luise Fasse und die Stadtverbandsvorsitzende Sarah Stantscheff, die auf dem großen Parteitag in Essen, für die „Stärkung des Meisterbriefs“ votierten. Gemäß Beschluss soll die CDU/CSU-Bundestagsfraktion sich dieses Themas annehmen und Handlungsoptionen prüfen, um dieses Ziel in der neuen Wahlperiode zu erreichen. Leitlinie ist u.a. die Prüfung der Wiedereinführung der Meisterpflicht für neu gegründete Unternehmen. Denn im Zuge der Handwerksreform im Jahr 2004, wurde die Meisterpflicht für 53 Berufe abgeschafft.  

„Der Meisterbrief stellt ein wichtiges Qualitätsmerkmal des deutschen Handwerks dar und muss deutlich gestärkt werden. Das wäre ein klares Signal für die Ausbildung, denn nur Handwerksmeister dürfen ausbilden und tragen somit eine große sozialpolitische Verantwortung“, erklärt der stellv. CDU Stadtverbandsvorsitzende Klaus Wittmann, der selbst Tischlermeister und Zimmerermeister ist. Viele Betriebe ohne „Meistertitel“ führen die gleichen Arbeiten aus, bilden allerdings nicht aus. Eine Ausbildung kostet den Betrieb für eine 3-jährige Ausbildung ca. 40.000 EUR. Bei öffentlichen Ausschreibungen wurde so etwas früher berücksichtigt. Heute verstößt das gegen EU-Vergaberecht. Eine klare Benachteiligung für Handwerksbetriebe die ausbilden. „Dieser Parteitagsbeschluss ist somit überfällig und richtig. Unsere Gesellschaft muss sich der besonderen Bedeutung des Handwerks wieder bewusst werden und ihm den nötigen Stellenwert einräumen“, ergänzt der stellv. CDU Parteichef und Ratsmitglied Klaus Wittmann weiter.

Weitere Punkte zur Stärkung des Meisterbriefs sind:

  • die Etablierung einer höheren beruflichen Bildung, u.a. durch die Einführung von Zugangsmöglichkeiten für Meister zu Master-Studiengängen
  • Erhöhte Leistungen beim Meister-BAföG
  • die Qualitätssicherung und -verbesserung durch bundesweite Standards für die Meisterschulen
  • die Stärkung des Meisterbriefs als erkennbares Qualitätsmerkmal und
  • eine Erweiterung der Schutzzielbestimmung der Meisterprüfungsverordnung über die bisherigen Kriterien hinaus. 
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