Der DSV98 startete zu spu00e4t eine furiose Aufholjagd und verlor am Ende unglu00fccklich (Foto: privat)

Krefeld/Duisburg. Im Bockumer Badezentrum kam der DSV98 gegen den SV Krefeld 72 zunächst gar nicht ins Spiel. Wie im kollektiven Tiefschlaf scheiterten bis zur Halbzeitpause jegliche Angriffsbemühungen der Duisburger Wasserballer in Ermangelung an Schnelligkeit, Konsequenz oder Durchsetzungsvermögen. Selbst die Krefelder Hausherren wunderten sich über die mangelnde Gegenwehr der 98’er, die sich bis dahin von einigen gegnerischen Kontern überraschen ließen und selber im Angriff viel zu müde und träge agierten. Zur Halbzeit lagen die Duisburger bereits 7:1 hinten.

Auch aus der langen Halbzeitpause kamen die Männer unter Carsten Berg zunächst kaum aufgeweckter. Bis Ende des dritten Abschnitts hatte die SVK 72 ihre Führung auf 9:2 ausbauen können. Die einzigen beiden Treffer für den DSV98 hatte bis dato Misho Petrov erfolgreich platzieren können. Knappe 40 Sekunden vor Ende des dritten Abschnitts läutete dann Erik Wedekind mit seinem 9:3 eine Aufholjagd ein, die besonders im letzten Spielviertel Ihre Fortsetzung fand.

Hier waren es Tore von Misho Petrov (9:4), Fabian Gromann (9:5), erneut Petrov (9:6), Frederic Schüring (10:7) und Ben Boffen (10:8), die für einen angemessenen Spielstand in der Begegnung der Tabellennachbarn sorgten.

Als dann 45 Sekunden vor Spielende auch noch Christian Theis den Anschlusstreffer zusteuern konnte, witterten die 98’er die Chance, zumindest noch einen Punkt aus der eher verkorksten Begegnung sichern zu können. Im letzten Angriff war das Glück dann allerdings nicht auf Seiten der Duisburger und so fand der Schuss von Ben Boffen den Weg ins Netz der Seidenstädter nicht mehr, sondern verfehlte das Tor knapp.

In den kommenden Tagen wird man nun an den Ursachen für die anfänglich mangelnde Aufmerksamkeit arbeiten müssen, will man sich am kommenden Wochenende gegen die starke Berliner Konkurrenz des SC Wedding und den SVV Plauen im Doppelspieltag souveräner präsentieren.

Trainer Carsten Berg fasst zusammen: „Wir haben sicherlich einige Spieler, die sich heute ganz und gar nicht fit fühlten und mussten auch das verletzungsbedingte Fehlen von Dirk van Kaathoven und Tom Graue verkraften. Ehrlich gesagt haben wir uns selber geschlagen. Konditionell haben wir uns im letzten Abschnitt absetzen können aber das war einfach zu spät, um das Spiel noch zu wenden. Ich hoffe, dass der trainingsfreie Sonntag nun dazu beiträgt, dass sich einige angeschlagene Spieler erholen, damit wir uns ab Montag auf die schweren Aufgaben des kommenden Doppel-Wochenendes konzentrieren können.“

 

SV Krefeld 72 : DSV98

10 : 9

Viertelergebnisse: 4:1, 3:0, 2:2, 1:6

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