Ratsherr Albert Karschti (Foto: privat)

Oberhausen. Es sei ein Fass ohne Boden: Die Bürgerliste Oberhausen sieht in den vorläufigen Umsetzungen der Stadtverwaltung von insgesamt 18 verkaufsoffenen Sonntagen eine Entscheidung gegen das Wohl von ArbeitnehmerInnen, Familien und den BewohnerInnen einzelner Stadtteile.

„Wenn Läden öfter am Sonntag geöffnet werden, dann werden auch andere beim Thema Sonntagsarbeit nachziehen wollen“, Ratsherr Albert Karschti denkt dabei besonders an die Servicedienste wie Paketlieferungen oder Getränkeauslieferer. Deshalb begrüßt die Bürgerliste, dass ver.di ein Klageverfahren gegen einige der Mehrheit des Rates beschlossenen verkaufsoffenen Sonntagen anstrebt.

„Die Bürgerliste hatte sich gegen die Vielzahl der verkaufsoffenen Sonntage bereits – wie auch schon im Jahr davor – in der Ratssitzung vom 26. September ausgesprochen. Im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind verkaufsoffene Sonntage ein Gift für familiäres Miteinander an einem Tag, der für Ruhe, Erholung und Andacht steht“, so Karschti. Hier wird ein seit hunderten von Jahren wichtiger Ruhetag ausgehebelt, der für privates Miteinander steht.

„Ein weiterer Punkt darf ebenfalls nicht vergessen werden. Auch die AnwohnerInnen zum Beispiel im Schladviertel haben unter den Auswirkungen eines solchen verkaufsoffenen Sonntags zu leiden. Das hohe Verkaufsaufkommen und dem einhergehenden Einkaufstourismus sorgen „nicht gerade für Erholung, selbst für die BürgerInnen, die nicht im Einzelhandel an einem verkaufsoffenen Sonntag zum Dienst gerufen werden“, erklärt Karschti abschließend.

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