Krefeld/Moers/Neukirchen-Vluyn/Berlin. Nun ist es raus, der SPD-Bundestagsabgeordnete Siegmund Ehrmann wird zur Bundestagswahl 2017 nicht mehr in seinem Wahlkreis Krefeld-Nord, Moers und Neukirchen-Vluyn antreten. Nach 4 Wahlperioden wird der 63-jährige gebürtige Moerser Schluss machen und begründet ausführlich seinen Entschluss auf seiner Homepage und in einer Pressemitteilung.

So teilt Ehrmann auf seiner Homepage mit: „Die SPD-Bundestagsfraktion hat zur Halbzeit der Legislaturperiode Bilanz gezogen. Es sind sozialdemokratische Inhalte, die das Regierungshandeln in der großen Koalition prägen. Mindestlohn, Mietpreisbremse oder Rente nach 45 beitragspflichtigen Versicherungsjahren, das sind Erfolge, die wir Sozialdemokraten seit 2013 in Berlin durchgesetzt haben.

In der zweiten Hälfte der Legislaturperiode sind es die Themen Flüchtlinge, Sicherung der Außengrenzen, innere Sicherheit und außenpolitische Stabilität, die auf der Agenda stehen. Mit Verantwortungsbewusstsein und politischem Gestaltungswillen wird sich die SPD, werde ich mich diesen politischen Herausforderungen stellen.

Persönlich habe ich den letzten Wochen intensiv darüber nachgedacht, ob ich mich bei der Bundestagswahl 2017 ein fünftes Mal um das Mandat für den Deutschen Bundestags bewerbe.

Aus allen SPD-Ortsvereinen meines Wahlkreises gibt es freundschaftliche und nachdrückliche Aufforderungen dies zu tun.

Aber: 2017 werde ich nahezu 50 Jahre berufstätig gewesen sein. Ich habe meinen Beruf und mein gesellschaftliches Engagement immer so verstanden, dass ich meine privaten Interessen hinten angestellt habe. Auch wenn ich mein Bundestagsmandat gerne ausübe, merke ich, dass das laufende Geschäft an den Kräften zehrt. Ich habe mich deshalb entschlossen, zur Bundestagswahl 2017 nicht mehr anzutreten.

Seit meiner ersten Kandidatur für den Deutschen Bundestag im Jahre 2002 habe ich vier Mal das Mandat für den Wahlkreis Moers, Krefeld-Nord und Neukirchen-Vluyn direkt errungen. Viele Menschen in meiner Partei haben mich in der langen Zeit engagiert unterstützt. Die Bürgerinnen und Bürger haben mir ihr Vertrauen geschenkt und mich mit vielen wertvollen Anregungen und Diskursen begleitet. Dafür danke ich von Herzen. Selbstverständlich werde ich mein Engagement für sie und für die Menschen im Lande bis zum Ende der Wahlperiode in unveränderter Weise aufrechterhalten. Genauso wie meine Aufgaben als Ausschussvorsitzender im Ausschuss für Kultur und Medien.“

In einer Pressemitteilung teilt Ehrmann ergänzend mit, dass er die Vorsitzenden der SPD Unterbezirke Krefeld und Wesel sowie der Ortsvereine in dem Wahlkreis Krefeld-Nord, Moers und Neukirchen-Vluyn über seinen Entschluss informiert habe: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Weichen so zu stellen, dass die SPD im Herbst 2017 den Wahlkreis wieder direkt gewinnt. Ich werde als Wahlkämpfer hierzu mit Rat und Tat meinen Beitrag leisten.“

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