93 Pianisten aus 26 Nationen präsentieren bei 69 Veranstaltungen in 23 Städten auf 30 Bühnen das Klavier-Festival Ruhr 2016 vom 15. April bis 10. Juni (Foto: © Klavier-Festival Ruhr)

Kultur. Erstmals steht die Musik von Johannes Brahms im Fokus des Klavier-Festivals Ruhr. Bereits im Eröffnungskonzert am Freitag, den 15. April in der Stadthalle Mülheim konzentriert sich der russische Pianist Arcadi Volodos ganz auf die Klaviermusik des spätromantischen Komponisten. Der Künstler wird im Rahmen dieses Abends den Preis des Klavier-Festivals Ruhr 2016 entgegen nehmen. Weitere künstlerische Schwerpunkte des Festivals 2016 gelten dem 100. Todestag von Max Reger und dem 150. Geburtstag von Ferruccio Busoni.

Das Festival 2016 endet am Sonntag, den 10. Juli um 17 Uhr mit dem Duo Martha Argerich und Daniel Barenboim, die der Stiftung Klavier-Festival Ruhr ein Benefizkonzert in der Philharmonie Essen schenken. Insgesamt veranstaltet das Klavier-Festival Ruhr 2016 69 Konzerte in 23 Städten auf 30 Podien der Region.

Erich Staake wird der Schirmherr des Klavier-Festivals Ruhr 2016 sein. Der Vorsitzende des Vorstandes der Duisburger Hafen AG (duisport), selbst langjähriges Mitglied und ehemaliger Co-Moderator des Initiativkreises Ruhr, hierzu: „Das Unternehmen duisport nimmt das 300-jährige Jubiläum des Duisburger Hafens im Jahr 2016 zum Anlass, sein Engagement für das Klavier-Festival Ruhr als Hauptsponsor substantiell zu verstärken. Denn als Mitgliedsunternehmen des Initiativkreises Ruhr haben wir allen Grund, auf unser kulturelles Leitprojekt besonders stolz zu sein. Dies gilt umso mehr, weil es das Festival verstanden hat, seine Existenz als eigenständige Stiftung als Chance zu nutzen und zusätzliches persönliches Engagement vieler Musikfreunde zu mobilisieren. Zudem ist es mir eine große persönliche Freude, das Klavier-Festival Ruhr 2016 als Schirmherr begleiten zu dürfen.“

Zu den programmatischen Höhepunkten des weltweit wichtigsten Pianistentreffens zählen die Aufführungen der Brahms-Klavierkonzerte durch die französische Meisterpianistin Hélène Grimaud und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Mit international renommierten Pianisten wie Elena Bashkirova, Graham Johnson und Andreas Staier sind die Klaviertrios, zahlreiche Kunstlieder sowie die beiden Klarinettensonaten op. 120 zu erleben. Im Rahmen des Programm-Schwerpunkts Max Reger erklingen eine Reihe von Variationswerken und nicht zuletzt dessen grandioses Klavierkonzert – gespielt von Gerhard Oppitz und den Essener Philharmonikern unter der Leitung von Karlheinz Steffens.

Viele weitere Meisterpianisten unserer Zeit folgen auch 2016 der Einladung zum weltweit wichtigsten Klavier-Ereignis, unter ihnen Leif Ove Andsnes, Emanuel Ax, Yefim Bronfman, Khatia Buniatishvili, Marc-André Hamelin, Evgeny Kissin, Lang Lang, Elisabeth Leonskaja, Igor Levit, Gabriela Montero, Alice Sara Ott, Maria João Pires, Sir András Schiff, Martin Stadtfeld, Daniil Trifonov, Mitsuko Uchida und Krystian Zimerman.

Acht exklusive Konzerte bietet die diesjährige JazzLine des Festivals – u.a. mit Michel Camilo und seinem Trio Latino, Monty Alexander mit dem Harlem-Kingston Express, dem Gerald Clayton Trio, dem Jacky Terrasson Trio, mit Danilo Pérez und der WDR Big Band, dem Trio-Projekt von Hiromi sowie mit Till Brönner und seinen „Piano Friends“ Enrico Pieranunzi und Martin Tingvall. Beim Deutschen Juristentag kommt es im September 2016 zu einem Benefizkonzert zur Förderung von Flüchtlingskindern in der JazzLine: Unter dem Titel Cuban Night ist Hilario Durán mit der WDR Big Band Köln in der Philharmonie Essen zu erleben.

Einen runden Geburtstag kann das Education-Team des Klavier-Festivals Ruhr im Essener Haus Fuhr feiern: Anlass ist das zehnjährige Bestehen der Little Piano School, die inzwischen ganzjährig mehr als 300 Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren an das Klavier und die Welt der Musik heranführt. Mit dem von der Stiftung Mercator geförderten Projekt „ÜberGänge – Brücken bauen durch Musik“ setzt das Klavier-Festival Ruhr seine nachhaltige Bildungsarbeit fort. Schulübergreifende Projekte, Inklusions-Projekte sowie die Einbindung von Kindern aus Neuzuwandererfamilien spielen eine Hauptrolle bei der kreativen Workshoparbeit in Stadtteilen wie Duisburg-Marxloh. Mit der Unterstützung von Experten erarbeiten sich Kinder und Jugendliche die Musik des Ungarn Béla Bartók.

Der Kartenvorverkauf für alle Konzerte beginnt am Samstag, den 16. Januar 2016 um 9 Uhr. Tickets sind telefonisch unter der Hotline 01806/ 500 80 3 erhältlich (0,20 € pro Anruf aus dem dt. Festnetz, Mobil max. 0,60 € pro Anruf) oder können platzgenau im Internet gebucht werden (www.klavierfestival.de).

 

 

Die Konzerte des Klavier-Festivals Ruhr 2016

 

Brahms I: Eröffnung und Preis des Klavier-Festivals Ruhr 2016

 

Der Preis des Klavier-Festivals Ruhr wurde von Franz Xaver Ohnesorg ursprünglich für den Initiativkreis Ruhr ins Leben gerufen, um das Lebenswerk eines Pianisten zu würdigen. Seit Gründung der Stiftung Klavier-Festival Ruhr nimmt diese nun die Auszeichnung wahr. Im Jahr 2016 ehrt das Festival den russischen Pianisten Arcadi Volodos, dessen überragende Virtuosität in einer einzigartigen Anschlagskultur gipfelt. Beim Klavier-Festival Ruhr kann Volodos in diesem Jahr ein kleines Jubiläum feiern: Es ist bereits sein 15. Auftritt beim großen Pianistentreffen an der Ruhr. Im diesjährigen Eröffnungskonzert wird er erste Brahms-Akzente setzen: mit Thema und Varationen in d-Moll op. 18 b (eine Transkription des 2. Satzes aus dem Streichsextett op. 18), Acht Stücken op. 76, Drei Intermezzi op. 117 sowie Sechs Klavierstücken op. 118.

(Termin: Fr. 15. April, Stadthalle Mülheim)

 

 

Brahms II: Hélène Grimaud und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

 

„Die Entdeckung dieses Konzerts hat mein Leben verändert. Es ist essentiell für mich und wird es immer sein“, sagt Hélène Grimaud über das Klavierkonzert Nr. 1 in d-Moll von Johannes Brahms. Geraume Zeit benötigte sie, um auch mit dem 2. Klavierkonzert des Komponisten warm zu werden. Vor einiger Zeit hat die Preisträgerin des Klavier-Festivals Ruhr 2015 beide Klavierkonzerte des Komponisten auf CD eingespielt: eine Aufnahme, die rasch Furore machte. Dass sie beide Konzerte nun beim Klavier-Festival Ruhr an zwei aufeinanderfolgenden Abenden präsentieren wird, ist ein besonderer Glücksfall und eine wunderbare Gelegenheit, ihrer außergewöhnlichen Interpretation dieser Gipfelwerke nahe zu kommen. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen wird die Konzerte unter der Leitung von Paavo Järvi mit der 4. und der 1. Sinfonie von Johannes Brahms vollenden.

(Termine: Di. 28. und Mi. 29. Juni, Philharmonie Essen)


 

 

Brahms III: Die drei Klaviertrios

 

Einen ganz eigenen Kosmos bilden die Klaviertrios von Johannes Brahms, die in den Jahren 1854, 1880 und 1886 entstanden. Dem glanzvollen und später von Brahms überarbeiteten Trio Nr. 1 in H-Dur op. 8, dessen Drucklegung Clara Schumann forcierte, folgte mit dem Trio Nr. 2 in C-Dur op. 87 ein Werk von etwas herberem Charakter, das Clara Schumann ebenfalls sehr mochte. Zu den beliebtesten Kompositionen von Brahms überhaupt zählt das Trio Nr. 3 in c-Moll op. 101, das während des „Kammermusik-Sommers“ 1886 am Thuner See entstand. Beim Klavier-Festival Ruhr 2016 ergibt sich die Gelegenheit, die drei Klaviertrios an einem Abend zu erleben – noch dazu in glanzvoller Besetzung. Den höchst anspruchsvollen Klavierpart wird Elena Bashkirova übernehmen. Ihre Triopartner sind ihr Sohn Michael Barenboim (Violine) sowie der Cellist Julian Steckel.

(Termin: Mo. 30. Mai 2016, LWL Museum für Kunst und Kultur, Münster)

 

 

Brahms IV: Liederabende mit Graham Johnson

 

Vor zwei Jahren erhielt Graham Johnson, Preisträger des Klavier-Festivals Ruhr 2001, die Hugo-Wolf-Medaille – nicht nur als herausragender Liedpianist, sondern auch für seinen unermüdlichen Einsatz als Forscher und Wissenschaftler. Beim diesjährigen Festival wird er sich, dem Brahms-Schwerpunkt entsprechend, stark auf das Liedschaffen des Komponisten konzentrieren. Dabei führt er zwei interessante Sängerpaare zusammen: Am ersten Abend die junge Mezzosopranistin Anna Huntley, die vom „Guardian“ als „rasant aufsteigendes britisches Talent“ bezeichnet wurde, mit dem ebenso jungen und talentierten britischen Bariton Edward Ballard, der seine Karriere als Knabe im Kirchenchor begann. Der zweiten Abend gehört der an Rhein und Ruhr aufgewachsenen Mezzosopranistin Eva Vogel. Am dritten Abend dann gibt die renommierte deutsche Sopranistin Mojca Erdmann ihr Festival-Debüt mit dem (in Herten bereits wohlbekannten) irischen Tenor Robin Tritschler.

(Termine: Mi. 4, Do. 5. und Fr. 6. Mai, Schloss Herten)


 

 

Brahms V: Die schöne Magelone

 

Die tragische Liebesgeschichte von der schönen Magelone ist französischen Ursprungs. Sie gelangte über eine Bearbeitung des Dichters Ludwig Tieck nach Deutschland, wo sie Johannes Brahms zu einem Liederzyklus inspirierte. Der bis heute ungebrochene Zauber des Stoffs brachte den Bariton Matthias Goerne auf die Idee, das Schicksal der schönen Königstochter im Dreierbund mit dem Pianisten Nicholas Angelich und dem Schauspieler Ulrich Matthes zu beschwören. Nicholas Angelich gilt als Brahms-Spezialist und kann auf eine hervorragende Solokarriere blicken. Auch ist er ein glühender Liebhaber der Kammermusik und ein einfühlsamer und höchst engagierter Liedpianist. Der vielseitige Theater- und Filmschauspieler Ulrich Matthes, u.a. als Bösewicht aus dem „Tatort“ bekannt, erhielt 2015 den Grimme-Preis und die Goldene Kamera.

(Termin: Mi. 6. Juli, Robert-Schumann-Saal, Düsseldorf)

 

 

Brahms VI: Die Klarinettensonaten op. 120

 

Die beiden Klarinettensonaten op. 120 sind die letzten kammermusikalischen Schöpfungen aus der Feder von Johannes Brahms. Sie verdanken ihre Entstehung der Begeisterung des Komponisten für das Spiel Richard Mühlfelds, der als erfolgreichster Klarinettist seiner Zeit galt. Von Brahms erhielt er wegen seiner weichen Tongebung den Spitznamen „Fräulein Klarinette“. Wenn der italienische Meisterklarinettist Lorenzo Coppola sich zusammen mit Andreas Staier der Interpretation dieser Werke widmet, kommt er dem Klangideal des „Fräulein Klarinette“ denkbar nahe: Coppola spielt auf einem Nachbau des Instruments, auf dem einst Richard Mühlfeld seine Finger tanzen ließ.

(Termin: Mi. 18. Mai, Schloss Rheda, Rheda-Wiedenbrück)


 

 

Weitere Brahms-Akzente

 

Zahlreiche Künstler haben sich vom Brahms-Schwerpunkt des Festivals inspirieren lassen. So wird Denis Kozhukhin Sieben Fantasien op. 116 sowie Thema und Variationen in d-Moll spielen (eine Transkription des 2. Satzes aus dem Streichsextett op. 18b). Der Frankokanadier Marc-André Hamelin beschließt sein Recital in der Philharmonie Essen mit der 3. Klaviersonate in f-Moll op. 5. Das Klavierduo GrauSchumacher eröffnet sein Programm mit Walzern, Ungarischen Tänzen und Variationen von Johannes Brahms. Der russische Virtuose Daniil Trifonov spielt Johann Sebastian Bachs berühmte Chaconne in der Brahms’schen Version für die linke Hand allein, bevor er sich den Variationen über ein Thema von Niccolò Paganini zuwendet. Elisabeth Leonskaja beendet ihren Klavierabend mit Sieben Fantasien op. 116.

 

Auch die junge Pianistengeneration wendet sich den Werken von Johannes Brahms zu. So wird Gina Alice die Vier Balladen op. 10 spielen. Variationen und Fuge in B-Dur über ein Thema von Georg Friedrich Händel op. 24 sind mit dem Nachwuchspianisten Christopher Park zu erleben. Anna Vinnitskaya hat Acht Klavierstücke op. 76 in ihr Programm aufgenommen. Francesco Piemontesi spielt Drei Intermezzi op. 117, Anna Tcybuleva die Sieben Fantasien op. 116. Martin Stadtfeld wendet sich u.a. dem Thema mit Variationen in d-Moll op. 18b zu. Fabian Müller eröffnet sein Klavier-Recital mit Sechs Klavierstücken op. 118, und Louis Schwizgebel hat Zwei Rhapsodien op. 79 in sein Programm aufgenommen.

 

 

Max Reger I: Das Klavierkonzert mit Gerhard Oppitz und den Essener Philharmonikern

 

Die Stadt Essen galt schon früh als ein Zentrum für die Musik Max Regers. Ihm zu Ehren fand hier 1926 ein Fest mit weltberühmten Interpreten statt: Adolf Busch spielte das Violinkonzert und Rudolf Serkin das Klavierkonzert des Komponisten, begleitet von den Essener Philharmonikern. Für diese funkelnde Rarität des pianistischen Repertoires konnte das Klavier-Festival Ruhr nun Gerhard Oppitz gewinnen: und damit jenen Interpreten, dessen Einspielung dieses Werks mit den Bamberger Symphonikern als Referenzaufnahme gilt. Die Essener Philharmoniker werden Oppitz an diesem Abend unter der Leitung von Dirigent Karl-Heinz Steffens begleiten. Zudem steht Max Regers bekanntestes Orchesterwerk auf dem Programm: Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132.

(Termin: Do. 28. April, Philharmonie Essen)


 

 

Max Reger II: Quartett der Schallplattenkritiker

 

Wenn die Juroren vom „Preis der Deutschen Schallplattenkritik e.V.“ öffentlich über ihre Lieblingsaufnahmen diskutieren, ist ein ebenso lebhafter wie kenntnisreicher Schlagabtausch zu erwarten. Konzentrierte sich das Kritiker-Quartett beim vergangenen Klavier-Festival Ruhr auf das Klavierwerk von Alexander Skrjabin, so geht es in diesem Jahr um die besten Aufnahmen von Klavierwerken Max Regers. Im 100. Todesjahr des Komponisten setzen sich Eleonore Büning (FAZ), Wolfram Goertz (Rheinische Post/Die ZEIT), Wolfgang Schreiber (Süddeutsche Zeitung) und Christoph Vratz (FonoForum/WDR3) mit verschiedenen Aufnahmen auseinander. Die Veranstaltung bildet zugleich die ideale Einstimmung auf den direkt anschließenden Klavierabend von Markus Becker und Igor Levit.

(Termin: Di. 7. Juni, 18 Uhr, Stadthalle Mülheim)

 

 

Max Reger III: Igor Levit und Markus Becker

 

Seit Markus Becker das pianistische Gesamtwerk von Max Reger auf 12 CDs einspielte, ist er manchen Musikfreunden vor allem als „Reger-Becker“ ein Begriff. Mag diese Sichtweise für das Repertoire des vielseitigen Künstlers auch sträflich verkürzt sein, so ist seine Kompetenz in Sachen Reger gleichwohl unstrittig. Mit Igor Levit hat Markus Becker mehr als nur den Lehrer Karl-Heinz Kämmerling gemeinsam. Beide Künstler durchstreifen die pianistische Literatur mit großer Entdeckerlust. In den letzten Jahren haben sie sich immer wieder für gemeinsame Klavierprojekte getroffen. Anlässlich des Reger-Schwerpunkts des Klavier-Festivals Ruhr 2016 gestalten Markus Becker und Igor Levit einen Abend, der den oft verkannten Spätromantiker würdigt. Auf dem Programm stehen Variationen und Fuge über ein Thema von Beethoven für zwei Klaviere in B-Dur op. 86, Introduktion, Passacaglia und Fuge in h-Moll op. 96 sowie Variationen und Fuge über ein Thema von Wolfgang Amadeus Mozart op. 132.

(Termin: Di. 7. Juni, Stadthalle Mülheim)


 

 

Recitals mit den großen Pianisten unserer Zeit

 

Viele Meisterpianisten geben sich beim Klavier-Festival Ruhr 2016 die Klinke in die Hand. Nach dem Klavierabend von Lang Lang (Di. 19. April, Philharmonie Essen) kommt es zu der ersehnten Rückkehr von Mitsuko Uchida (Fr. 22. April, Stadthalle Mülheim), die nach mehr als 13 Jahren endlich wieder beim Festival zu erleben sein wird. Diesem Ereignis folgen Recitals von Marc-André Hamelin (Mo. 2. Mai, Philharmonie Essen), Daniil Trifonov (Do. 19. Mai, Konzerthaus Dortmund), Martin Stadtfeld (Mo. 6. Juni, LWL Museum Münster), Alice Sara Ott (Mi. 8. Juni, Landschaftspark Duisburg-Nord), Leif Ove Andsnes (So. 19. Juni, Philharmonie Essen) und Elisabeth Leonskaja (Mo. 27. Juni, Stadthalle Mülheim).

 

 

Schubert-Abend mit Krystian Zimerman

 

Beim Klavier-Festival Ruhr war Krystian Zimerman zuletzt 2014 zu erleben, als er den Beethoven-Gipfel des damaligen Festivals mit seiner Interpretation der letzten drei Klaviersonaten des Komponisten eröffnete. Die FAZ berichtete aus diesem Anlass über „Hinreißende Gipfelstürme im Himalaya der Musik“. Für sein neuerliches Gastspiel bringt der Perfektionist Zimerman aber nicht nur seinen eigenen Flügel mit: Nach seiner (natürlich gefeierten) Einspielung der acht Impromptus im Jahr 1991 widmet er sich endlich wieder dem Œuvre Franz Schuberts. Dafür hat er mit den beiden letzten großen, so ungemein anrührenden Sonaten Schuberts pianistischen Schwanengesang ausgewählt.

(Termin: Fr. 13. Mai, Philharmonie Essen)


 

 

Beethoven-Abend mit Emanuel Ax

 

Warmherzigkeit und Leidenschaft prägen das Spiel von Emanuel Ax. Seit er 1974 den Arthur Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv gewann, ist er aus dem internationalen Konzertwesen nicht mehr wegzudenken. Der in Polen geborene und in Nordamerika aufgewachsene Pianist studierte an der New Yorker Juilliard School und spielte im Laufe seiner langen Karriere unter namhaften Dirigenten mit den weltweit renommiertesten Orchestern zusammen. Auch als Kammermusiker machte sich Ax einen Namen – er musizierte u.a. gemeinsam mit Itzhak Perlman und Yo-Yo Ma in der Carnegie Hall. Beim Klavier-Festival Ruhr 2016 wird Emanuel Ax ein Beethoven-Recital spielen. Neben so bekannten Sonaten wie der Pathétique und der Appassionata stehen Sechs Varationen über ein Originalthema in F-Dur op. 34 und die Polonaise in C-Dur op. 89 auf dem Programm.

(Termin: Mo. 13. Juni, Robert-Schumann-Saal Düsseldorf)

 

 

Trio: Evgeny Kissin, Julian Rachlin und Mischa Maisky

 

Bislang war Evgeny Kissin beim Klavier-Festival Ruhr als Solist zu erleben. Nun macht er dem Klavier-Festival Ruhr ein ganz besonderes Geschenk, mit einem Programm, das sonst nur in der Philharmonie de Paris zu erleben ist: In diesem Jahr kehrt er mit dem Geiger Julian Rachlin und dem Cellisten Mischa Maisky zum großen Pianistentreffen an der Ruhr zurück. Damit finden drei starke musikalische Persönlichkeiten zusammen, die sich ganz in den Dienst der Musik stellen. Die Zuhörer erwartet ein absolut außerordentliches Trio, das mit Werken von Franz Schubert und Peter lljitsch Tschaikowsky zwei Meisterwerke der Gattung interpretieren wird.

(Termin: Mo. 18. April, Philharmonie Essen)


 

Debüt: The Pianos Trio

 

Bei Martha Argerichs Festival in Lugano feierte The Pianos Trio bereits große Erfolge mit seinem Konzept, große Meisterwerke des symphonischen Repertoires auf drei Klaviere zu übertragen und so neue Hörerlebnisse zu ermöglichen. Die Namen der drei leidenschaftlichen italienischen Pianisten Giorgia Tomassi, Carlo Maria Griguoli und Alessandro Stella stehen für außergewöhnliche Arrangements und spektakuläre Virtuosität. Der besondere Schwerpunkt des Trios liegt auf symphonischen Werken des 20. Jahrhunderts. Bei ihrem Festival-Debüt können sich die Besucher des Klavier-Festivals Ruhr auf Claude Debussys La Mer freuen sowie auf Brahms’ Akademische Festouvertüre, Dukas‘ sinfonische Dichtung L’Apprenti sorcier und die Ouvertüre zu Schostakowitschs musikalischer Komödie Moscow, Cheryomushki.

(Termin: Mo. 25. April, Landschaftspark-Nord, Duisburg)

 

 

Duo I: Maria João Pires und Antonio Meneses

 

Feinfühlig, technisch perfekt und niemals emotionslos ist das Klavierspiel der Portugiesin Maria João Pires. Wie kaum einer anderen Pianistin gelingt es ihr, selbst in den größten Konzertsälen dieser Welt eine intime Atmosphäre herzustellen. Ihre vielfach ausgezeichneten CD-Einspielungen gelten als Höhepunkt differenzierter Ausdruckskraft. Zum diesjährigen Klavier-Festival Ruhr kehrt die ebenso bescheidene wie charismatische Pianistin im Duo mit dem brasilianischen Cellisten Antonio Meneses zurück. Auf dem Programm der Künstler stehen Cellosonaten von Beethoven und Brahms. Zudem erklingt ein Arrangement der Suite Populaire Espagnole für Violoncello und Klavier von Manuel de Falla.

(Termin: Do. 2. Juni, Philharmonie Essen)

 

 

Duo II: GrauSchumacher

 

Im Alter von 15 Jahren lernten sich Andreas Grau und Götz Schumacher kennen. Als GrauSchumacher Piano Duo spielen sie mittlerweile seit mehr als 30 Jahren zusammen. Kein Wunder, dass oft von einer „Telepathie ihres Zusammenspiels“ und einem „Zusammenspiel ohne Makel“ gesprochen wurde. Beim Klavier-Festival Ruhr 2016 ist das Duo mit einem ausgefeilten Programm zu erleben, das mit Musik von Johannes Brahms, György Kurtág und Ferruccio Busoni ein breites Spektrum an Farben und Ausdrucksmöglichkeiten bietet.

(Termin: Di. 3. Mai, Stadthalle Mülheim)


 

 

Duo III: Peter Serkin und Julia Hsu

 

Peter Serkin trat ein reiches musikalisches Erbe an: Sein Großvater war der Geiger und Komponist Adolf Busch, sein Vater der berühmte Pianist Rudolf Serkin. Dass ein solches Erbe nicht immer leicht zu schultern ist, liegt auf der Hand. Doch Peter Serkin fand früh einen eigenen Zugang zur Musik. Nachdem er im Sommer 2015 gemeinsam mit der jungen taiwanesischen Pianistin Julia Hsu eine Reihe erfolgreicher Konzerte in den USA gegeben hat, wird er mit ihr nun auch zum Klavier-Festival Ruhr zurückkehren. Im Fokus stehen Werke von Johannes Brahms, der das vierhändige Klavierspiel lebenslang intensiv pflegte.

(Termin: Sa. 30. April, Gustav-Lübke Museum, Hamm)

 

 

Khatia Buniatishvili und die Kremerata Baltica

 

Mit hoch virtuoser Klavierliteratur von Frédéric Chopin, Franz Liszt, Modest Mussorgsky, Maurice Ravel und Igor Strawinsky trat die georgische Pianistin Khatia Buniatishvili bislang beim Klavier-Festival Ruhr in Erscheinung. In diesem Jahr wird sie von einer ganz anderen Seite zu erleben sein: Gemeinsam mit der Kremerata Baltica wird sie das Klavierkonzert in D-Dur Hob. XVIII:11 von Joseph Haydn interpretieren. Das von dem Geiger Gidon Kremer gegründete Kammerorchester besteht aus jungen, herausragenden Musikern aus den baltischen Staaten. Es erwarb rasch internationalen Ruhm und wurde 2002 mit einem Grammy Award ausgezeichnet. Beim Klavier-Festival Ruhr 2016 wird das Ensemble eine Streichorchesterfassung von Ludwig van Beethovens Streichquartett Nr. 11 in f-Moll spielen sowie Gija Kanchelis Valse Boston für Violine, Klavier und Streicher.

(Termin: Do. 12. Mai, Robert-Schumann-Saal Düsseldorf)


 

 

Yefim Bronfman und das WDR Sinfonieorchester Köln

 

So paradox es angesichts eines Grammy-Preisträgers klingen mag, der von der New York Times bis zur Los Angeles Times hymnische Kritiken erntet: In Europa gilt der Pianist Yefim Bronfman noch immer als Geheimtipp. Dabei unterstreicht sein aktueller Tourneekalender die Spitzenposition, die Yefim Bronfman im internationalen Konzertleben unserer Zeit einnimmt. Beim diesjährigen Klavier-Festival Ruhr ergibt sich jetzt die Gelegenheit, diesen großen Pianisten als Solist in Beethovens Klavierkonzerten Nr. 3 in c-Moll und Nr. 4 in G-Dur zu erleben, gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester Köln, mit dem ihn eine langjährige Zusammenarbeit verbindet.

(Termin: So. 5. Juni, Philharmonie Essen)

 

 

Mendelssohn-Abend mit Sir András Schiff und dem Chamber Orchestra of Europe

 

2009 nahm Sir András Schiff den Preis des Klavier-Festivals Ruhr entgegen, dem er bereits seit mehr als 20 Jahren verbunden ist. In diesem Jahr wird er als Pianist und Dirigent zu erleben sein, gemeinsam mit dem renommierten Chamber Orchestra of Europe. Der Abend steht dabei ganz im Zeichen von Felix Mendelssohn Bartholdy. Zu Beginn erklingt das Klavierkonzert Nr. 2 in d-Moll op. 40, das Leidenschaft, Empfindsamkeit und brillant-virtuosen Schwung vereint. Der beliebten, von einem Besuch der Fingalshöhle inspirierten Konzertouvertüre Die Hebriden folgt das 1. Klavierkonzert in g-Moll op. 25, von dem Mendelssohn behauptete, er habe es während einer Italienreise im Kopf fertig entworfen und es nach seiner Rückkehr in nur drei Tagen niedergeschrieben. Den glanzvollen Schlusspunkt bildet die Schottische Sinfonie (Nr. 3 in a-Moll op. 56).

(Termin: Sa. 21. Mai, Historische Stadthalle Wuppertal)


 

 

Die Bach-Familie und der Empfindsame Stil I: Cembalo-Abend mit Shalev Ad-El

 

Hätte sich Shalev Ad-El als Jugendlicher nicht beim Basketball einen Finger gebrochen und den Sport daraufhin aufgegeben – er hätte sich vielleicht nie für das Klavierspiel entschieden. Zum Glück, denn der Israeli gehört zu den gefragtesten Cembalisten seiner Generation. Er hat als Cembalist und Dirigent bei mehr als 80 CDs mitgewirkt. Für seinen Einsatz für die Wiederbelebung der Barockmusik Mitteldeutschlands wurde er mit dem renommierten Fasch-Preis ausgezeichnet. Neben Werken von Johann Sebastian Bach und dessen Sohn Carl Philipp Emanuel widmet sich Shalev Ad-El bei seinem Debüt-Konzert auf Schloss Hohenlimburg vor allem Kompositionen von Georg Anton Benda, der als herausragender Exponent der Frühklassik oder auch „Empfindsamkeit“ gilt und von dem Mozart schrieb: „Sie wissen, dass Benda unter den lutherischen Kapellmeistern immer mein Liebling war.“

(Termin: So. 8. Mai, Schloss Hohenlimburg)

 

 

Die Bach-Familie und der Empfindsame Stil II: Cembalo-Abend mit Jean Rondeau

 

Gerade einmal Mitte 20, hat der Franzose Jean Rondeau bereits den 1. Preis des Cembalo-Wettbewerbs des Musica Antiqua Festivals 2012 in Brügge gewonnen, die Radios francophones publiques ernannten ihn zum „Jungen Solisten 2014“ und die „Victoires de la musique“ verliehen ihm 2015 den Titel „Offenbarung des Jahres“ in der Kategorie Instrumentalsolist. Jean Rondeau will ein junges Publikum für das Cembalo begeistern, das er selbst bereits mit sechs Jahren für sich entdeckte. Bei seinen Konzerten spricht er gerne zwischen den Stücken mit dem Publikum, so vielleicht auch bei seinem Festival-Debüt, für das er sich Werke der Familie Bach gewählt hat: Neben dem „Übervater“ Johann Sebastian Bach kommen also auch Werke von Wilhelm Friedemann, Johann Christoph und natürlich Carl Philipp Emanuel Bach zur Aufführung.

(Do. 16. Juni, Fürstensaal Schloss Hohenlimburg)

 


 

 

Vortrag mit Musikbeispielen von Alfred Brendel

 

Im Laufe seiner ebenso langen wie exzeptionellen Karriere hat Alfred Brendel mit seinen Mozart-Interpretationen Maßstäbe gesetzt. Auch heute noch bleibt es für ihn eine Herausforderung, sich mit den eigenwilligen Tiefen in der Musik seines Landsmannes auseinanderzusetzen. In den letzten Jahren hat Alfred Brendel dem Publikum des Klavier-Festivals Ruhr mit seinen Vorträgen und Lesungen viele erhellende Einblicke in die Werke und Interpretation der Großen der Musikgeschichte geschenkt. Sein diesjähriger Vortrag, der durch kurze Musikbeispiele bereichert wird, steht unter dem Titel „Mozart Spielen“.

(Termin: Mi. 15. Juni, Haus Fuhr, Essen)

 

 

Uraufführung: Gabriela Montero stellt ihr neues Klavierkonzert vor

 

Mit ihrem Improvisationstalent hat Gabriela Montero das Publikum des Klavier-Festivals Ruhr immer wieder erstaunt und begeistert. Mittlerweile geht die Venezolanerin, die 1995 in Warschau beim Chopin-Wettbewerb ihren internationalen Durchbruch feierte, auch ihrem kompositorischen Talent nach. So hat sie kürzlich ihr 2011 komponiertes Opus 1 Ex Patria für CD aufgenommen und es mit dem 2. Klavierkonzert von Rachmaninow gekoppelt. Unter Live-Bedingungen wiederholt die zweifache ECHO Klassik-Gewinnerin Montero nun dieses Meisterwerk Rachmaninows und hebt zugleich ihr mit Spannung erwartetes neues Klavierkonzert aus der Taufe, das sie im Auftrag des Klavier-Festivals Ruhr und MDR geschrieben hat. Begleitet wird sie dabei von den Dortmunder Philharmonikern unter der Leitung von Generalmusikdirektor Gabriel Feltz.

(Termin: Fr. 24. Juni, Konzerthaus Dortmund)


 

 

Meisterkurs mit Dmitri Bashkirov

 

Nicht immer sind berühmte Musiker zugleich herausragende Lehrer. Der in Tiflis (Georgien) geborene Dmitri Bashkirov aber gehört zweifelsfrei zu den großen Doppelbegabungen – sicherlich auch deshalb, weil er von Legenden wie Anastasia Wirsaladse und Alexander Goldenweiser ausgebildet wurde. Durch die Schulung an den Konservatorien in Tiflis und Moskau wurde Bashkirov selbst Teil der intensiv gepflegten russischen Pianistentradition, die er heute in geradezu einzigartiger Reinheit fortführt. Für sein Lebenswerk nahm Dmitri Bashkirov bereits im Jahr 2000 den Preis des Klavier-Festivals Ruhr entgegen. Der diesjährige Brahms-Schwerpunkt des Festivals kommt ihm, dem Experten für die Komponisten der Klassik und Romantik, besonders entgegen. Im Jahr seines 85. Geburtstags wird er sein Wissen beim Klavier-Festival Ruhr 2016 im Rahmen eines Meisterkurses weitergeben.

(Mo. 20. – Mi. 22. Juni, Termin Abschlusskonzert: Do. 23. Juni, Haus Fuhr, Essen)

 

 

Stipendiat des Klavier-Festivals Ruhr 2015: Aidan Mikdad

 

Als Hélène Grimaud in der Philharmonie Essen den Preis des Klavier-Festivals Ruhr 2015 entgegen nahm, benannte sie den damals 13-jährigen Pianisten Aidan Mikdad als Stipendiaten für das Klavier-Festival Ruhr 2016. Der junge Holländer gilt als musikalisches Wunderkind und studiert derzeit bei Mila Baslawskaja am Konservatorium in Amsterdam und bei Joanna McGregor an der Royal Academy of Music in London. Trotz seines jugendlichen Alters verfügt Aidan Mikdad bereits über ein beachtliches Repertoire, das Werke von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Chopin, Liszt, Debussy, Prokofjew, Rachmaninow, Skrjabin und Strawinsky umfasst. Mit seinen 14 Jahren wird der Nachwuchsmusiker zu den jüngsten Künstlern gehören, die jemals bei einem eigenen Konzert des Klavier-Festivals aufgetreten sind.

(Termin: So. 12. Juni, Martinstift Moers)


 

JazzLine: Acht Highlights

 

Mit insgesamt acht Konzerten präsentiert sich die „JazzLine“ des aktuellen Klavier-Festivals Ruhr. Eröffnet wird sie von einem beliebten Stammgast des Klavier-Festivals Ruhr: von Michel Camilo, dem temperamentvollen Latin-Jazz-Musiker und mehrfachen Grammy-Preisträger. Solo, im Duo und im Trio war der Künstler aus der Dominikanischen Republik hier schon zu erleben, mit „Jazz for Children“ im Rahmen des Education-Programms und mit der WDR Big Band Köln. Nun ist er wieder in seiner Lieblingsformation, dem Trio zu erleben. Seine Partner sind Ricky Rodriguez (Bass) und Dafnis Prieto (Drums).

(Termin: Fr. 29. April, Zeche Zollverein, Essen)

 

 

Jazz for Children: (siehe Seite 22)

 

 

Stürme der Begeisterung löste das Konzert von Monty Alexander beim Klavier-Festival Ruhr 2014 aus. Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) schrieb: „Noch bevor die Band einsetzte, wusste jeder, wo der Hammer hängt. Hier spielte der Virtuose, den ein ,Experte’ mal auf Platz 5 der größten Jazzpianisten verortete; das Temperamentbündel, von dem Frank Sinatra meinte, ,der Typ ist wie Dynamit’.“ Nun kehrt Monty Alexander mit dem Harlem-Kingston Express zum Klavier-Festival Ruhr zurück.

(Termin: Mo. 9. Mai, Philharmonie Essen)

 

 

Als der kalifornische Pianist Gerald Clayton 2009 seinen Einstand beim Klavier-Festival Ruhr gab, kam er als Solist der SWR Big Band – und hatte nicht mal eine eigene Platte vorzuweisen. Gleichwohl eilte ihm der Ruf als eines der vielversprechendsten Tastentalente des jungen Jazz bereits voraus. Als Gast der WDR Big Band konnte er diesen beim Klavier-Festival Ruhr 2013 festigen, doch jetzt lernen wir den begnadeten Pianisten endlich mit seinem eigenen Trio kennen: im Verbund mit Joe Sanders (Bass) und Jeff Ballard (Drums).

(Termin: Di. 31. Mai, Jahrhunderthalle Bochum)

 

 

„Als Improvisator ist Terrasson mit allen Wassern gewaschen“, schrieben die Ruhr Nachrichten nach Jacky Terrassons Auftritt mit der WDR Big Band beim Klavier-Festival Ruhr 2015. Tatsächlich schlägt die Spielfreude des Ausnahmepianisten regelrecht Funken: Musik von Erik Satie kann ihm ebenso zur Inspirationsquelle werden wie Songs von Amy Winehouse, Michael Jackson oder sogar Justin Bieber. Im Jahr 2016 kehrt Jacky Terrasson mit seinen aktuellen Triopartnern Burniss Travis (Bass) und Lukmil Perez (Drums) zurück.

(Termin: Sa. 4. Juni, Monforts Quartier, Mönchengladbach)

 

 

1997 gastierte Danilo Pérez zum ersten Mal mit seinem Trio beim Klavier-Festival Ruhr: „open air“ auf dem BUGA-Gelände am Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen. Damals eröffnete er den Abend für das Duo Chick Corea/Gary Burton, und Corea zollte ihm für seine Klavierkünste Anerkennung auf offener Bühne. Fünf Jahre später bestritt das Pérez-Trio einen eigenen Abend. Kurz zuvor war der aus Panama stammende Pianist in die Band eingestiegen, der er bis heute angehört und die längst als eine der besten der Szene gilt – das Wayne Shorter Quartet. Beim diesjährigen Klavier-Festival Ruhr ist Pérez nun mit der WDR Big Band Köln zu erleben.

(Termin: Do. 30. Juni, Henrichshütte Hattingen)

 

 

Mit 17 Jahren bat die Jazzlegende Chick Corea sie auf die Bühne. Der große Ahmad Jamal vermittelte ihr 2003 einen Plattenvertrag und produzierte ihr erstes Album. Seither hat die Japanerin Hiromi die Welt des Jazzklaviers gründlich aufgemischt. Nach einer Duoscheibe mit Chick Corea, der Zusammenarbeit mit Stanley Clark und einem Piano-Soloalbum gründete sie 2011 The Trio Project mit E-Bass-Koryphäe Anthony Jackson und Rockdrummer Simon Phillips, eine Kombination, die es in sich hat.

(Termin: Di. 5. Juli, Henrichshütte Hattingen)

 

 

Till Brönner: My Piano Friends – beim Klavier-Festival Ruhr hat sich dieses von Till Brönner zusammen mit Franz Xaver Ohnesorg entwickelte Format längst zu einem Highlight der JazzLine entwickelt. Till Brönner bringt mit Dieter Ilg (Bass) und Martijn Vink (Drums) eine versierte Rhythmusgruppe vom Feinsten mit, die seine Piano Friends begleitet, während er wortgewandt und charmant moderiert und spielt. Diesmal hat er zwei Tastenkünstler aus Italien und Schweden eingeladen: den zunächst klassisch ausgebildeten Enrico Pieranunzi, der auch komponiert, und den Pianisten und Songwriter Martin Tingvall, der in der Jazzszene für seine starken Melodien gefeiert wird.

(Fr. 8. Juli, Ruhrfestspielhaus Recklinghausen)


 

JazzLine-Extra: Benefizkonzert von Hilario Durán und der WDR Big Band Köln

 

Einen der „größten kubanischen Pianisten des 20. Jahrhunderts“ nannte ihn sein berühmter Kollege und Landsmann Chucho Valdés. Dabei standen die allergrößten Erfolge für Hilario Durán erst noch bevor: Im neuen Jahrhundert wurde der Pianist, Komponist, Arrangeur und Bandleader mehrmals für den „Juno“ nominiert, zweimal gewann er dieses begehrte kanadische Pendant zum US-amerikanischen „Grammy“. Beim Deutschen Juristentag 2016 in Essen gibt der nicht zuletzt von den Musikern der WDR Big Band Köln hochverehrte Superstar nun sein lang ersehntes Debüt beim Klavier-Festival Ruhr. Bei dieser „Cuban Night“ handelt es sich um ein Benefizkonzert zur Förderung von Flüchtlingskindern, das vom Klavier-Festival Ruhr gemeinsam mit dem WDR veranstaltet wird.

(Termin: Mi. 14. September, Philharmonie Essen)

 

 

Benefizkonzert: Martha Argerich und Daniel Barenboim

 

Das erste Mal begegneten sich Martha Argerich und Daniel Barenboim als Kinder unter dem Flügel von Barenboims Eltern. 1949 dann wurden beide zu einem privaten Hausmusikabend in ihrer Heimatstadt Buenos Aires eingeladen. Bekanntlich haben diese Ausnahmemusiker danach ihre ganz eigene Weltkarriere eingeschlagen. Am 19. April 2014 gaben Martha Argerich und Daniel Barenboim in der Berliner Philharmonie ihr erstes gemeinsames Konzert als Klavierduo – nach mehr als einem halben Jahrhundert. Nun werden die dem Klavier-Festival Ruhr seit vielen Jahren so eng verbundenen Musiker als Klavierduo ihr heiß ersehntes Festival-Debüt geben – noch dazu als Benefizkonzert zugunsten der Stiftung Klavier-Festival Ruhr.

(Termin: So. 10. Juli 2016, 17 Uhr, Philharmonie Essen)

 

 

Klavier-Festival Ruhr Extra: Lang Lang und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

 

„Mozart zu spielen, ist wohl eine der größten Herausforderungen einer Musikkariere“, gestand Lang Lang anlässlich der Aufnahme seines Mozarts-Albums mit Nicolaus Harnoncourt und den Wiener Philharmonikern im Jahr 2014. In einem exklusiven Konzert für das Klavier-Festival Ruhr ist Lang Lang im Herbst mit Mozarts Klavierkonzert in c-Moll KV 491 zu erleben, gemeinsam mit Paavo Järvi und der Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. In dieser Konstellation wird er nur zwei Konzerte geben – eines davon beim Klavier-Festival Ruhr.

(Termin: Sa. 22. Oktober, Mercatorhalle Duisburg)

 

 

Zahlreiche Wiederbegegnungen mit großen Pianisten unserer Zeit

 

Auch im Jahr 2016 versammelt das Klavier-Festival Ruhr wieder die internationale pianistische Elite. Das Alphabet der großen Pianistinnen und Pianisten, die dem Klavier-Festival Ruhr die Treue halten, reicht von A wie Monty Alexander, Leif Ove Andsnes, Nicholas Angelich, Martha Argerich und Emanuel Ax über B wie Daniel Barenboim, Elena Bashkirova, Markus Becker, Yefim Bronfman und Khatia Buniatishvili, C wie Michel Camilo und Gerald Clayton, G wie das GrauSchumacher Klavierduo und Hélène Grimaud, H wie Marc-André Hamelin, J wie Graham Johnson, K wie Evgeny Kissin und Denis Kozhukhin, L wie Lang Lang, Jan Lisiecki, Elisabeth Leonskaja und Igor Levit, M wie Gabriela Montero und Joseph Moog, O wie Gerhard Oppitz, Alice Sara Ott und Mona Asuka Ott, P wie Danilo Pérez, Francesco Piemontesi und Maria João Pires, S wie Sir András Schiff, Peter Serkin, Martin Stadtfeld und Andreas Staier, T wie Jacky Terrasson, Giorgia Tomassi und Daniil Trifonov, U wie Mitsuko Uchida, V wie Anna Vinnitskaya bis Z wie Krystian Zimerman.

 

 

Klangvolle Debüts

 

Auch im Jahr 2016 finden sich unter den Debütanten beim Klavier-Festival Ruhr klangvolle Namen. Unter ihnen sind die Pianisten Shalev Ad-El, Gina Alice, Seong-Jin Cho, Hilario Durán, Hiromi, Julia Hsu, Dmitri Masleev, Aidan Mikdad, Christopher Park, Enrico Pieranunzi, Jean Rondeau, Louis Schwizgebel, Anna Tcybuleva, Martin Tingvall sowie zwei Mitglieder von The Pianos Trio (Carlo Maria Griguoli, Alessandro Stella).


 

Jubiläum: 10 Jahre Education beim Klavier-Festival Ruhr

 

 

Kreativ bilden, nachhaltig fördern – unter dieser Devise engagiert sich das Klavier-Festival Ruhr seit 2006 höchst erfolgreich im Bereich der musikalischen Bildung. In zehn Jahren konsequenter Entwicklungsarbeit konnte ein breit gefächertes, mehrfach ausgezeichnetes Education-Programm aufgebaut werden, das zu einem substantiellen Bestandteil des Festivals geworden ist. Mit seinem Bildungs- und Förderprogramm ermöglicht das Klavier-Festival Ruhr jedes Jahr hunderten von Kindern und Jugendlichen eine aktive und schöpferische Beschäftigung mit Musik. Das Spektrum der Aktivitäten reicht dabei von der frühen musikalischen Bildung über kreative Projekte an Schulen, Familienkonzerte und Weiterbildungsangebote für Lehrer und Studierende bis hin zu zahlreichen Fördermaßnahmen für junge Pianisten. Bedeutende Festival-Pianisten, erfahrene Künstler und Pädagogen sowie zahlreiche Kultur- und Bildungseinrichtungen aus der Region zwischen Rhein und Ruhr haben sich in den vergangenen zehn Jahren für diese Arbeit gewinnen lassen.

 

Verstärkt wird sich das Klavier-Festival Ruhr 2016 in Duisburg-Marxloh engagieren, um durch Musik zur Sprachförderung und Integration von vielen Kindern aus Neuzuwandererfamilien beizutragen. Zudem wird die so wichtige Inklusionsarbeit fortgesetzt, mit der das Miteinander von Grundschülern, Gymnasiasten oder Förderschülern gestärkt werden soll. Bereits ihr 10-jähriges Jubiläum kann die Little Piano School feiern, die das Klavier-Festival Ruhr gemeinsam mit der Folkwang Universtität zum KlavierGarten weiterentwickelt hat.

 

Eine aktuelle Übersicht über sämtliche Aktivitäten und Angebote bietet die Website des Klavier-Festivals Ruhr. Sie gibt mittels Filmen, Bildern und Texten einen lebendigen Einblick in die Arbeit und informiert umfassend über gegenwärtige und vergangene Projekte (www.klavierfestival.de/education).


 

 

In Bartóks Welt I: Schulübergreifendes Projekt in Duisburg-Marxloh

 

Die Education-Aufführungen in der Duisburger Gebläsehalle gehören zu den alljährlichen Höhepunkten der Bildungsarbeit des Klavier-Festivals Ruhr. Kinder und Jugendliche aus Duisburg-Marxloh präsentieren hier eigene Choreographien und Musikstücke und zeigen, zu welchen beeindruckenden Resultaten eine langfristig angelegte Bildungsarbeit führen kann. Im Zentrum der diesjährigen Aufführung stehen die Acht Improvisationen über ungarische Bauernlieder von Béla Bartók: Seit Herbst 2015 setzen sich drei 4. Klassen der Grundschule Sandstraße sowie zwei   5. Klassen des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums mit dem Klavierzyklus des großen ungarischen Komponisten und passionierten Volksliedforschers auf schöpferische Weise auseinander. Außerdem gibt das Klavier-Festival Ruhr an diesem Abend Einblick in seine Arbeit mit Kindern aus Neuzuwandererfamilien an der Grundschule Henriettenstraße.

(Termin: Di. 21. Juni, Landschaftspark Duisburg-Nord)

 

 

In Bartóks Welt II: Inklusionsprojekt in Duisburg-Marxloh

 

Was geschieht, wenn sich Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung begegnen und gemeinsam musizieren und tanzen? In seinen mit dem renommierten „Junge Ohren Preis“ ausgezeichneten Inklusions-Projekten bringt das Klavier-Festival Ruhr bereits zum sechsten Mal Grundschüler, Gymnasiasten und Förderschüler zusammen. Unter der Leitung der Tänzerin Yasha Wang und des Musikvermittlers Richard McNicol beschäftigen sie sich in diesem Jahr mit der Klavierfassung von Béla Bartóks Tanzsuite. In diesem 1923 uraufgeführten Werk durchmischt der Komponist bewusst unterschiedliche Volksliedstile und setzt so ein eindrucksvolles musikalisches Zeichen gegen einen übersteigerten Nationalismus und für kulturelle Vielfalt. Den virtuosen Klavierpart übernimmt erneut der vielfach ausgezeichnete Nachwuchspianist Fabian Müller. Außerdem werden weitere Ergebnisse aus dem Jahresprojekt „Begegnungen“ des Klavier-Festivals Ruhr in Duisburg präsentiert. Mit von der Partie sind Schüler der Grundschule Henriettenstraße, mit vielen Kindern aus Neuzuwandererfamilien, des Elly-Heuss- Knapp Gymnasiums sowie der Buchholzer Waldschule – einer Förderschule mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung.

(Termin: Fr. 1. Juli, Landschaftspark Duisburg-Nord)


 

 

10 Jahre Little Piano School: Ein Geburtstagsfest

 

Zehn Jahre ist es her, seit das Klavier-Festival Ruhr die Little Piano School ins Ruhrgebiet holte und damit zugleich den Grundstein für sein erfolgreiches Education-Programm legte. Ein guter Grund, gemeinsam zu feiern, der Gründerin der Little Piano School Kim Monika Wright zu danken und die Entwicklung des Projekts in Filmen und Gesprächen nachzuzeichnen. Denn was im Jahr 2006 als Experiment mit offenem Ausgang begann, ist in den vergangenen zehn Jahren zu einem deutschlandweit beachteten und preisgekrönten Modellprojekt im Bereich der frühkindlichen musikalischen Bildung geworden. So werden regelmäßig rund 300 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren an der Folkwang Musikschule und im KlavierGarten an 17 Kindergärten zweimal wöchentlich auf phantasievolle Weise am Klavier in die Welt der Musik herangeführt.

(Termin: Sa. 18. Juni, Haus Fuhr, Essen)

 

 

Studientag: „Musikalisches Lernen in verschiedenen Lebensaltern“

 

Bereits einen Tag zuvor stellt das Festival die generelle Frage: Welche unterschiedlichen Formen musikalischen Lernens gibt es? Welche Rolle spielt dabei das Alter des Lernenden? Und was bedeutet eigentlich lebenslanges Lernen in, durch und über Musik? Diese und andere spannende Fragen stehen im Zentrum des dritten Studientags des Klavier-Festivals Ruhr, der sich in diesem Jahr dem Thema „Musikalisches Lernen in unterschiedlichen Lebensaltern“ widmet. Zu den Referenten zählen dabei der renommierte Neurowissenschaftler und Musikermediziner Prof. Dr. Eckart Altenmüller, der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Johannes Bilstein sowie der Musikpädagoge Prof. Dr. Heiner Gembris. Gemeinsam mit anderen Dozenten beleuchten sie das spannende Themenfeld in Vorträgen und praktischen Workshops. Wie in den vergangenen Jahren richtet sich dieses Angebot an Musik- und Instrumentallehrer, Studierende und interessierte Amateurmusiker. Der Studientag wird in Kooperation mit der Folkwang Universität der Künste und der Folkwang Musikschule durchgeführt.

(Termin: Fr. 17. Juni, ChorForum, Essen, 9.30 bis 16.30 Uhr)

 


 

 

Jazz for Children: Ein Familienkonzert mit Michel Camilo

 

Um Kinder für die Welt des Jazz zu begeistern, gibt es wohl keinen geeigneteren Musiker als Michel Camilo. Bereits 2007, 2009 und 2015 hat der große Jazz-Pianist aus der Dominikanischen Republik beim Klavier-Festival Ruhr Jung und Alt bei Familienkonzerten zum Swingen gebracht. Ein unvergessliches Erlebnis für alle, die für die regelmäßig ausverkauften Konzerte noch rechtzeitig eine Karte ergattert hatten. Nun wird der mehrfache Grammy-Gewinner erneut in einem Familienkonzert zu erleben sein. Mit von der Partie sind diesmal seine Trio-Partner Ricky Rodriguez (Bass) und Dafnis Prieto (Drums). Dass die Musiker das Publikum nicht nur in die Geheimnisse des Jazz einführen, sondern auch zum Mitmachen animieren, versteht sich dabei von selbst.

(Termin: Do. 28. April, RWE Pavillon, Philharmonie Essen)

 

 

 

Weitere Education-Veranstaltungen

 

 

„Béla, der Liedersammler“: Ein szenisches Familienkonzert für Kinder ab 6 Jahren

 

Ein phantasievolles Familienkonzert für Kinder ab 6 Jahren erzählt vom ungarischen Komponisten Béla Bartók und seinem Bemühen, möglichst viele alte Volkslieder mit seinem Phonographen aufzuzeichnen. Die Produktion gewann 2015 den 1. Preis und den Publikumspreis im Wettbewerb „Musik und Vermittlung“ der Hochschule für Musik Detmold. Für das Klavier-Festival Ruhr setzen Henrike Wassermeyer (Flöte), Johanna Bastian (Violine) und Vasily Gvozdetsky (Klavier) die ebenso poetische und humorvolle musikalische Szenenfolge um. Der englische Education-Experte Richard McNicol wird das Publikum dazu animieren, aktiv in das Konzertgeschehen einzugreifen.

(Termin: So. 17. April, Kunstmuseum Bochum, 16 Uhr)


 

 

„Ausgezeichnete Kinder“ in der Philharmonie Essen

 

Wer in den letzten Jahren in der Essener Philharmonie das Konzert „Ausgezeichnete Kinder“ besucht hat, konnte erleben, zu welchen beeindruckenden musikalischen Leistungen Kinder und Jugendliche fähig sind. So ist es nur folgerichtig, dass dieses 2006 so erfolgreich begonnene Projekt auch im Jahr 2016 fortgesetzt wird. In Kooperation mit der Philharmonie Essen wird das Klavier-Festival erneut Preisträger des traditionsreichen Wettbewerbs „Jugend musiziert“ und des Essener „Rotary Klavier Wettbewerbs Jugend“ zu einem Nachmittagskonzert für die ganze Familie einladen. In guter Tradition wird der Erlös der Veranstaltung dem Kinderschutzbund Essen zugute kommen. Moderiert wird das Konzert bereits zum zweiten Mal von Guido Hammesfahr, aus dem Fernsehen auch als „Fritz Fuchs“ der Kindersendung „Löwenzahn“ bekannt.

(Termin: So. 3. Juli, 16 Uhr, Philharmonie Essen)

 

 

„ExtraSchicht“ I im Zeichen von Johannes Brahms

 

Der Beitrag des Klavier-Festivals Ruhr ist aus dem Programm der „ExtraSchicht“ nicht mehr wegzudenken. Auch im vergangenen Jahr strömten tausende Besucher in die Bochumer Jahrhunderthalle, um ausgewählte Studenten der Musikhochschulen Nordrhein-Westfalens in einem spektakulären Pianisten-Marathon zu erleben. Eine gute Gelegenheit, den aufstrebenden Nachwuchspianisten der Musikhochschulen in Essen, Köln und Düsseldorf einen Auftritt vor großem Publikum zu bieten. Den Programmschwerpunkten des diesjährigen Festivals folgend, werden die jungen Pianisten vor allem Werke von Johannes Brahms interpretieren. Als kundiger Moderator führt Christoph Vratz durch das Programm.

(Termin: Sa. 25. Juni, Jahrhunderthalle Bochum)


 

 

„ExtraSchicht“ II im Zeichen der JazzLine

 

Nach den erfreulich positiven Erfahrungen in den vergangenen Jahren bespielt das Klavier-Festival Ruhr bei der ExtraSchicht erneut das LWL Industriemuseum Henrichshütte: nicht mit klassischer Klaviermusik, sondern mit Jazz. Wie beim KlavierMarathon gibt das Festival dabei dem künstlerischen Nachwuchs eine Bühne: Das Trio Inventrio und das Quintett um die Sängerin Mara Minjoli, aus der Jazzabteilung der Folkwang Universität Essen (Klasse von Thomas Hufschmidt) werden den Besuchern der ExtraSchicht auf der Henrichshütte Hattingen in vier Sets kräftig einheizen.

(Termin: Sa. 25. Juni, Henrichshütte Hattingen)

 

 

Preisträger Internationaler Wettbewerbe: „Die Besten der Besten“ in Essen und Bochum

 

Bei der Förderung junger Pianisten nimmt das Klavier-Festival Ruhr schon seit Jahren einen internationalen Spitzenplatz ein. Auch 2016 stellt das Festival junge Preisträger bedeutender internationaler Klavierwettbewerbe vor. Die Reihe „Die Besten der Besten“ eröffnet der junge Südkoreaner Seong-Jin Cho (1. Preis Internationaler Chopin Wettbewerb Warschau 2015) am Do. 21. April im Haus Fuhr in Essen. Aus einem kleinen Ort in einer Bergregion im Süden Russlands stammt Anna Tcybuleva (1. Preis Leeds International Piano Competition 2015): Sie wird die Reihe am Do. 26. Mai im Kunstmuseum Bochum fortsetzen. Zum Abschluss am Fr. 27. Mai ist dort Dmitry Masleev (1. Preis Internationaler Tschaikowsky-Wettbewerb Moskau 2015) zu erleben.

 

 

Das Klavier-Festival Ruhr in den Medien

 

Das Klavier-Festival Ruhr 2016 auf WDR 3 und im Deutschlandfunk

 

Dank der Kulturpartnerschaft mit dem WDR 3 und einer Medienpartnerschaft mit dem Deutschlandfunk klingt das Klavier-Festival Ruhr auch 2016 wieder weit ins Land hinein. 2016 werden erneut eine Reihe von Konzerten für den Hörfunk aufgezeichnet – und damit auch für jene erlebbar, die nicht live dabei sein können. Die sich bis in das Jahr 2017 erstreckenden Sendetermine auf WDR 3 und im Deutschlandfunk gibt das Klavier-Festival Ruhr im Internet unter www.klavierfestival.de bekannt.

 

 

Nachklang: Die „Edition Klavier-Festival Ruhr“

 

Das Klavier-Festival Ruhr 2016 wird auch auf CD in der „Edition Klavier-Festival Ruhr“ nachklingen. Dann werden Klavierwerke von Johannes Brahms, Max Reger und Ferruccio Busoni nachzuhören sein. Die neuen CDs werden noch vor Weihnachten als Volume 35 der Edition Klavier-Festival Ruhr erscheinen. Die 2005 ins Leben gerufene „Edition Klavier-Festival Ruhr“ umfasst inzwischen 106 CDs und findet inzwischen weltweit Resonanz.

 

 

Das Klavier-Festival Ruhr als kulturelles Leitprojekt des Initiativkreises Ruhr

 

Gegründet wurde das Klavier-Festival Ruhr im Jahr 1989 durch den Initiativkreis Ruhr, dessen kulturelles Leitprojekt das Festival auch als Stiftung Klavier-Festival Ruhr bleibt. Neben dem Generalsponsor Initiativkreis Ruhr und dem Hauptsponsor duisport ermöglichen im Jahr 2016 weitere 57 Sponsoren und Förderer und 4 Partner-Stiftungen das Programm des Festivals 2016. Hinzu kommt die Förderung durch private Donatoren und nicht zuletzt durch den Verein der Freunde und Förderer des Klavier-Festival Ruhr e.V.

 

 

Förderverein des Klavier-Festivals Ruhr

 

Im Dezember 2005 wurde der Verein der Freunde und Förderer des Klavier-Festival Ruhr gegründet, um das Festival vor allem im Bereich der Education-Arbeit und bei der Förderung junger Künstler zu unterstützen. Schon ein Beitrag von 50,- € pro Jahr ermöglicht die Mitgliedschaft. Mitglieder des Fördervereins werden besonders früh über das nächste Festival informiert und genießen eine Reihe von Vorteilen: z.B. das exklusive Vorkaufsrecht für Karten vor Beginn des offiziellen Vorverkaufs (begrenztes Kontingent), die Einladung zu exklusiven Sonderveranstaltungen sowie zwei Ehrenkarten bei erfolgreicher Werbung neuer Mitglieder.

Zu erreichen ist der von Frau Maike Middelmann geleitete Förderverein über folgende Adresse:

 

Freunde und Förderer des Klavier-Festival Ruhr e.V.

Brunnenstr. 8

45128 Essen

Tel: 0201/ 89 66 80

freunde@klavierfestival.de

 

 

Hotelangebote für Gäste

 

2016 bietet das Klavier-Festival Ruhr seinen Gästen in Zusammenarbeit mit ausgewählten Hotels in vielen Festivalstädten attraktive Angebote bzw. Konditionen (siehe Programmbuch Seite 176 ff.). Dabei bieten Partnerhotels für die Besucher des Klavier-Festivals Ruhr Zimmer zu einem besonders günstigen Preis an. Mit diesen Angeboten will das Klavier-Festival Ruhr Besuchern von außerhalb einen besonderen Anreiz geben, tagsüber die Metropole Ruhr zu entdecken und abends die Konzerte des Klavier-Festivals Ruhr zu besuchen.

 

 

Statistisches zum Klavier-Festival Ruhr 2016

 

          69 Veranstaltungen in 23 Städten auf 30 Bühnen

          93 Pianisten aus 26 Nationen

          davon 41 Debütanten, unter ihnen 3 Preisträger internationaler Wettbewerbe

           15 Orchester und Ensembles

          rund 350 aufgeführte Kompositionen

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