Duisburg. Nachdem um viertel vor acht (7. Dezember) die erste Flasche in Richtung Pegida flog, setzten die Polizeikräfte vorsorglich die Schutzhelme auf. Als der Pegidaumzug sich gegen 20 Uhr in Bewegung setzte, versuchten etwa 100 Gegendemonstranten die Polizeisperre in Richtung Pegida zu durchbrechen. Die teilweise Vermummten rissen dabei einige Bauzäune um, gingen die Polizeipferde mit Absperrbaken an und bewarfen Polizisten mit Flaschen. Der Durchbruchsversuch misslang und die Angreifer wurden auf die Bahnhofsvorplatte zurückgedrängt. Dabei setzten die Beamten auch den Einsatzmehrzweckstock und Pfefferspray ein. Drei Störer konnten dabei festgenommen werden. Gegen sie sind Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch eingeleitet worden. Es gab keine Verletzten auf Seiten der Polizei.

Während des Umzuges versuchten Kleingruppen mehrmals vergeblich an die Pegida-Teilnehmer zu gelangen. Dabei bewarfen sie im Bereich der Friedrich-Wilhelm-Straße die eingesetzten Polizisten mit Steinen. Bei der Abschlusskundgebung von Pegida versuchten teilweise vermummte Gegendemonstranten erneut erfolglos die Absperrlinie zwischen „Links“ und „Rechts“ zu durchbrechen. Um kurz vor neun beendete auch die Pegida ihre Veranstaltung und die Teilnehmer wanderten ab. Einen 16-Jährigen, der vermummt mit einer Fahnenstange auf einen Polizisten eingeschlagen hatte, übergaben die Beamten nach Personalienfeststellung und Anzeigenaufnahme den Eltern. Einen 17 Jahre alten Mann identifizierten die Polizisten als Steinewerfer und nahmen ihn fest. (ots)

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