Krefeld. Das historische Bootshaus mit dem Bootsverleih im Krefelder Stadtwald ist in die Jahre gekommen. Als das Dach zunehmend undicht wurde und der Dachstuhl einzustürzen drohte, sollte der Denkmalausschuss im Jahr 2012 den Abriss beschließen, weil eine Renovierung der städtischen Immobilie zu teuer und damit unwirtschaftlich erschien. Die damalige Vorsitzende des Denkmalausschusses, Gerda Schnell, setzte sich dafür ein, dass der Abrissantrag abgelehnt wurde, das Bootshaus wurde jedoch nicht unter Denkmalschutz gestellt.

Nun galt es also, die rund 120 000 Euro für die Renovierung zu bekommen, die im städtischen Haushalt nicht bereit standen. Klaus Reymann, Architekt und Vorsitzender der Krefelder Baudenkmalstiftung, hat sich schon vielfach um den Erhalt von historischen Objekten im öffentlichen Raum verdient gemacht, so auch um das Bootshaus. Die Initiative hat mit vielen Aktivitäten bereits rund 78 000 Euro gesammelt, 42 000 Euro fehlen noch.

Der Künstler Frank Jakob Esser hat jetzt zur Unterstützung des Projektes Ziegel als „Kunstbausteine” gestaltet, die nun bis Ende Januar in einer Ausstellung im Foyer der Volkshochschule betrachtet und reserviert werden können. Die kleinformatigen Ziegelsteine hat er individuell mit Bildern von Booten, Tieren oder Menschen bemalt. Abgegeben werden die Steine gegen eine Spende ab 200 Euro zugunsten des Bootshauses, rund 80 sind noch zu haben. Die Spenden gehen an die Krefelder Bürgerstiftung, die eine Spendenquittung ausstellt. Die Bürgerstiftung macht sich für das Bootshaus stark, weil die Ferienaktion „Spiel ohne Ranzen“ davon profitierten soll und auch Naturschutzprojekte mit Kindern dort angeboten werden können.

Durch die bisher zur Verfügung gestellten Mittel konnte schon einiges erneuert werden. Das Haus hat neben einem stabilen abgedichteten Dach neue Fenster bekommen auch eine neue Treppe ist schon montiert. Eine behindertengerechte Toilette ist im Aufbau. Es fehlt noch ein Brunnen zur Wasserversorgung, eine abflusslose Grube existiert bereits. Im nächsten Sommer soll alles fertig sein, so Reymann.

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