Die Volksbank Rhein-Ruhr plant nach Aussagen ihres Vorstandssprechers Thomas Diederichs die Selbstbedienungsbereiche an ihren 17 Standorten und 12 Selbstbedienungscentern zwischen 24 Uhr und 6 Uhr zu schließen (Foto: Volksbank Rhein-Ruhr)

Duisburg/Oberhausen/Mülheim/Ratingen. Allein in diesem Jahr sind bereits 48 Geldautomaten in NRW gesprengt worden. Täter kommen in der Nacht: Fast immer gehen Sie nach dem gleichen Muster vor, sprengen Automaten und verschwinden in dunklen Pkw über die Grenze. Oft hinterlassen sie neben dem geplünderten Automaten enorme Sachschäden. Diese Schäden summieren sich laut Landeskriminalamt auf mehrere Millionen Euro.

In jüngster Zeit häufen sich die Vorfälle in Duisburg und der Umgebung. Erst vor gut drei Wochen hatten wieder Unbekannte zugeschlagen: Am 4. November sprengten sie einen Geldautomaten in Bissingheim. In der Nacht zum vergangenen Freitag war ein Automat in Hamborn betroffen (LokalKlick berichtete).

„Vom Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken, aber auch von Versicherungen haben wir Empfehlungen erhalten, wie wir unsere Kunden und Automaten besser schützen“, erklärte der Sprecher des Vorstandes der Volksbank Rhein-Ruhr, Thomas Diederichs. Eine dieser Maßnahmen ist die Nachtschließung der Zugänge zu Geldautomaten. Die Volksbank Rhein-Ruhr plant nach den jüngsten Vorfällen ihre Standorte mit Geldautomaten zwischen 24 Uhr und 6 Uhr zu schließen. Betroffen sind 17 Geschäftsstellen in Duisburg, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr und Ratingen-Lintorf sowie zwölf Selbstbedienungscenter. Bisher blieb die Genossenschaftsbank von Automatensprengungen verschont.

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