Sonsbeck. Am Montag trafen sich Landrat Dr. Ansgar Müller, Bürgermeister Heiko Schmidt, Ordnungsamtsleiter Markus Janßen, Leitender Polizeidirektor Utz Schmidt sowie der kommissarische Leiter der Polizeiwache Xanten, Harald Fehlemann zu einem gemeinsamen Sicherheitsgespräch im Rathaus in Sonsbeck. Ziel dieses Gespräches war es, sich mit allen Beteiligten über die ganzheitliche Sicherheitslage auszutauschen.

Zum Themenschwerpunkt Kriminalitätsentwicklung konnte festgehalten werden, dass die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringfügig gesunken sind. Die höchsten Fallzahlen liegen im Deliktsfeld der Straßenkriminalität (71 Fälle), die niedrigsten im Bereich der Gewaltkriminalität (5 Fälle). Bei den Gewaltdelikten verzeichnet Sonsbeck die höchste Aufklärungsquote mit 80 Prozent.

Bei den Wohnungseinbruchsdiebstählen ist entgegen des Landestrends kein wesentlicher Anstieg zu erkennen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind etwa 10 Prozent weniger Einbrüche bekannt geworden. In diesem Zusammenhang wies Landrat Dr. Müller darauf hin, dass Einbrüche bereits durch wenig technische Sicherungen der Häuser verhindert werden können. Über Möglichkeiten der technischen Sicherungen informiert das Kriminalkommissariat Vorbeugung, die auch entsprechende Gruppenveranstaltungen zu diesem Thema anbieten. Aber auch ein gutes Nachbarschaftsverhältnis kann dazu beitragen, dass potenzielle Täter nach Wohnungs- und KFZ-Einbrüchen frühzeitig erkannt werden können. Daher ist es wichtig, verdächtige Beobachtungen sofort der Polizei über den Notruf 110 mitzuteilen.

Ein weiterer Themenschwerpunkt war die Entwicklung der Verkehrsunfälle in der Gemeinde. Bei einem Anstieg der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Bereich Sonsbeck (von 187 auf 203) ist die Zahl der Unfälle mit Personenschäden auf Vorjahresniveau. Die Anzahl der Verunglückten stieg von 25 auf 27 an. Es ereignete sich jedoch kein Verkehrsunfall, an dem ein Kind aktiv beteiligt war. Auch die Zahl der Unfälle mit Seniorinnen und Senioren ging zurück. Die Anzahl der verunglückten Fußgänger blieb ebenfalls konstant niedrig. Trotz der unauffälligen Entwicklung der Unfallzahlen bat Bürgermeister Schmidt um regelmäßige präventive Kontrollen an den Straßen in den drei Ortsteilen der Gemeinde, die häufig Anlass von Bürgerbeschwerden sind.

Die Beteiligten thematisierten auch die Lage in den kommunalen Asylbewerber- und Flüchtlingsunterkünften. In Sonsbeck existieren zurzeit 17 kommunale Unterkünfte mit einer Belegung von etwa 175 Personen. Bisher gab es keine Auffälligkeiten.

Alle Beteiligten begrüßten den Austausch und hoben die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Kommune und Kreispolizeibehörde als wesentlichen Baustein für die Sicherheit in Sonsbeck hervor. In diesem Zusammenhang bestätigte Landrat Dr. Ansgar Müller, dass der Polizeiposten in Sonsbeck im vollen Umfang erhalten bleibt.

Landrat Dr. Ansgar Müller führt regelmäßig Sicherheitsgespräche in allen Kommunen des Kreises mit den jeweiligen Verantwortungsträgern durch. (ots)

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