Mülheim. Inklusion ist ein großes, aktuelles Thema, und die Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen ist in vielen Bereichen unserer Gesellschaft noch nicht abgeschlossen. Gerade der Sport bietet hier vielfältige Ansätze und Möglichkeiten. Vor diesem Hintergrund haben sich der VBGS Mülheim und der Mülheimer Alpenverein gemeinsam auf den Weg gemacht, Inklusionsangebote im Klettersport für Kinder und Jugendliche zu schaffen.

Seit vielen Jahren ist die DAV-Sektion Mülheim Partner des VBGS und unterstützt das Team um Alfred Beyer beim alljährlichen Tag der Offenen Tür, der mit einem großen Straßenfest Ende September begangen wird. Hier wurde die Idee geboren, Klettern als Baustein in das Sportangebot des VBGS für gemischte Kindergruppen (Mädchen und Jungen mit und ohne Beeinträchtigungen) zu integrieren.

Seit September 2015 bot so der Alpenverein zweimal an der Kletterwand der Harbecke-Halle den Kindern des VBGS die Möglichkeit, erste Klettererfahrungen beim Bouldern (Klettern im Absprungbereich ohne technische Sicherung) und Topropen (abgesichertes Klettern am eingehängten Seil) zu sammeln. Und jedesmal war die Zeit viel zu kurz, um den Kletter- und Wissensdurst der Mädchen und Jungen im Alter von acht bis zwölf zu stillen. „Wie geht der Knoten? Wie funktioniert das mit dem Karabiner da? Was ist das denn für ein komisches Gerät?“ – Fragen über Fragen …

Neben der sportlichen Betätigung, die Konzentration, Selbstvertrauen, Kraft und natürlich auch Technik erfordert, stand also auch das Lernen eben dieser Technik im Fokus, so dass die Zeit an der Kletterwand viel zu schnell vorbei war. Und so sind sich die Betreuer/innen und Trainer/innen von VBGS und Alpenverein einig darüber, es nicht bei diesen zwei Versuchen zu belassen, sondern auch im kommenden Jahr ihre Zuzsammenarbeit im Bereich Inklusion weiter auszubauen und zu festigen.

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