Oberhausen/Mülheim. Vor drei Jahren begann die kriminelle Karriere eines heute 19jährigern Oberhauseners. Seitdem füllen die Akten, in denen er von der Polizei Oberhausen Erwähnung findet, ganze Aktenschränke. Ende September nahmen Polizisten ihn in Mülheim erneut fest. Zum wiederholten Mal war er auf einem gestohlenen Motorroller unterwegs. Diesmal hatte er das Fahrzeug einen Tag vorher in Oberhausen entwendet. Das war vorerst dann auch seine letzte Ausfahrt. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

Die Oberhausener Ermittler staunten dann auch nicht schlecht, als der junge Intensivtäter bei seiner Vernehmung im Untersuchungsgefängnis eine Art Lebensbeichte ablegte. Er gab an von Ende Juni bis Ende September 2015 zahlreiche Motorroller gestohlen zu haben. Nachdem er die Fahrzeuge ausgeschlachtet hat, versenkte er die Rahmen, aber auch einzelne Komplettfahrzeuge, im Rhein-Herne-Kanal. Während einer Ortsbesichtigung zeigte er den Ermittlern die genauen Ablageorte.

Mittlerweile schließen die Polizisten auch nicht mehr aus, dass die Gesamtzahl der vorwerfbaren Straftaten eine dreistellige Höhe erreicht. In der kommenden Woche suchen Polizeitaucher an den angegebenen Stellen im Rhein-Herne-Kanal nach Beweismaterial. Die Polizisten der Technischen Einsatzeinheit (TEE) der Bereitschaftspolizei Bochum werden am Montag (16.11.) ihre Oberhausener Kollegen unterstützen. Ein Boot der Wasserschutzpolizei (WSP) Duisburg wird dazu zeitweise Teile des Kanals sperren. (ots)

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