Oberhausen/New York. 6. November 2005 (!), sechs Uhr früh, Manhattan, 56. Straße, Hotel Holiday Inn. Die Mitglieder des Oberhausener Turnvereins von 1873 e.V. (OTV), Günther Gugisch, Christian Hasley, Theo van Löchtern und Detlef Sonntag, steigen in einen Bus und lassen sich nach Staten Island fahren, wo bei herbstlichen Temperaturen 40.000 Läufer auf ihren Start zum New-York-City-Marathon warten. 26 Meilen und 354 Yards oder auch 42.195 Kilometer sind zurück zu legen, und die Welt schaut zu.

Der Böllerschuss des New Yorker Bürgermeisters schickt den Tross über die Verrazano-Narrow-Brigde, die unter den Füßen der Sportler einige Zentimeter auf und ab schwingt. Die Strecke mit Ziel im herrlichen Central Park führt über Brooklyn, Queens und die Bronx zurück nach Manhattan.

Zehn Jahre später finden sich zu diesem 10-jährigen Jubiläum die vier OTV-Akteure zusammen, um bei Budweiser, Bagles und Donats über das wohl eindrucksvollste Ereignis im Leben eines Marathon-Läufers in Erinnerungen zu schwelgen. Natürlich wird dabei in der New York Times vom 7.11.2005 geschmökert, in der alle Finisher mit Namen, Platzierungen und Zeiten abgedruckt sind – und um die Temperatur von 27 Grad in der damaligen Anschlusswoche in Miami zu erreichen, wird kurzerhand der Kamin angezündet. „Weißt Du noch?“- Gespräche können beginnen!

Weißt Du noch 6. November 2005? v.l. Detlef Sonntag, Günter Gugisch, Theo van Löchtern und Christian Hasley aus Oberhausen gehörten zu den 40.000 Marathon-Teilnehmern, die die Verrazano-Narrow-Brigde in New York zum Schwingen brachten (Foto: privat)
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