Krefeld. Frauen, die ungewollt schwanger werden, erleben dies oft als existenzielle Bedrohung. Unterstützung in dieser schwierigen Situation, finden sie bei der Beratungsstelle für Frauen im Schwangerschaftskonflikt donum vitae Krefeld e.V.. Rund 500 Frauen und Paare nutzen dieses kostenfreie Angebot pro Jahr. Um die Arbeit der Beratungsstelle zu unterstützen, spendet die Schaffrath Stiftung für Soziales jetzt 3.000 Euro für donum vitae Krefeld.

 

„Viele Frauen, die wir beraten, sind alleinerziehend“, berichtet Angelika Kreuzberg, Vorsitzende des Trägervereins. Eine weitere Schwangerschaft stellt für sie oft eine unüberbrückbare Hürde dar, die sie nicht alleine bewältigen können. „Die schwierige finanzielle Situation ist häufig der Grund für einen Schwangerschaftsabbruch“, sagt Kreuzberg. Hier setzt die Hilfe von donum vitae an: Neben der Konfliktberatung informiert der Verein auch über finanzielle, soziale und rechtliche Hilfen und unterstützt beim Umgang mit Behörden sowie bei der Klärung rechtlicher Fragen.

In dringenden Fällen leistet donum vitae auch finanzielle Hilfe: So wird schon einmal eine Stromrechnung bezahlt oder es werden dringend nötige Anschaffungen finanziert. „Unerwartete finanzielle Forderungen können insbesondere für Hartz IV-Bezieherinnen zu einer Notsituation führen“, weiß Angelika Kreuzberg. „Häufig reicht das Geld nicht einmal für Lebensmittel, Windeln, Babynahrung und Kinderkleidung.“ Die Beratungsstelle in Krefeld hat pro Jahr zwischen 50 bis 80 Frauen, die auf eine finanzielle Unterstützung angewiesen sind. „Im Durchschnitt benötigen die Frauen zwischen 150 und 400 Euro. Die Spende der Schaffrath Stiftung bringt uns hier einen großen Schritt weiter“, freut sich Angelika Kreuzberg.

Auch Stiftungsgründerin Renate Schaffrath ist glücklich, dass ihre Stiftung Hilfe leisten kann: „Donum vitae bedeutet Geschenk des Lebens, aber nicht jede Frau sieht sich in der Lage, dieses Geschenk anzunehmen. Die Beratung von donum vitae hilft schwangeren Frauen, ihre Not- und Konfliktlage zu überwinden und schützt damit ungeborenes Leben.“

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